Erich Hauser / Plastiken – Zeichnungen – Grafiken

Serie 20/72
© Erich Hauser / VG Bild-Kunst, Bonn

Erich Hauser

Serie 20/72, 1972

Niro-Stahl

signiert und nummeriert: 4/35 E. Hauser
Auflage: 35 Exemplare
(HAUSEE/S 78)

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Literatur: Lothar Späth (Hg.), Erich Hauser. Werkverzeichnis. Bd. II, Rottweil 2000, Nr. 20/72, Abb. S. 259; Erich Hauser. Werkverzeichnis der Plastik 1970-1980, Institut für moderne Kunst Nürnberg, Zirndorf 1980, Nr. 20/72, Abb. S. 121

Erich Hauser widmet sich ab 1967 verstärkt dem Formproblem des Rohres und der Säule. Seit den 1970er Jahren bricht er die geometrischen Grundformen zunehmend auf, gibt Einblicke in sie frei und lässt sie in den Außenraum dringen, ohne dass sie ihren formalen Zusammenhang verlieren. Schließlich ent-stehen prismatische Gebilde, aus denen neue Raumkonstellationen erwachsen. Durchweg bleibt der Stahl sein bevorzugtes Medium: »Stahl kommt meinen Vorstellungen besonders entgegen, weil ich mit diesem Material eine hautähnliche Wirkung erzielen kann, so dass meine Volumen eine leichte Körperhaftigkeit bekommen.« Die Expressivität seiner Stahlgebilde ändert sich 1967: Die bis dahin sichtbaren Arbeitsspuren treten hinter eine perfektionierte Oberflächenbearbeitung zurück; in der Formensprache entwickelt Hauser die statuarische Anmut einer Säulenform. Gerhard Bott: »...hier wirkt nicht die Masse, sondern die Form. Besser noch, die Formen wirken, die das Wahrnehmungsinteresse auf das Detail, auf den Gegensatz von Licht und Schatten, auf das Verhältnis von Höhe zu Breite … eröffnen.« Zeitlos ist die Ausstrahlung, was im Einklang mit Hausers Bestrebungen stand, den Stahl unangreifbar für die Zeit und widerstandsfähig gegen Verwitterung oder Oxidation zu machen. Auf dem mit Bürsten polierten Stahl spielt das einfallende Licht als formbildendes Motiv eine noch größere Rolle, da das Licht- und Schattenspiel auf den glatten, beruhigten (Ober-)Flächen gesteigert erscheint. Die Kolumne ist ein höchst kompliziertes plastisches Gebilde. Obwohl das Exemplar »Serie 20/72« in der Gestaltung so einfach zu sein scheint, verrät die dahinter stehende Ruhe, Kühle und Strenge den durchdachten, komplexen Herstellungsprozess, bei dem nichts dem Zufall überlassen wurde. Eine monumentale Säule von Erich Hauser befindet sich am Kieler Theater.
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