KÜNSTLER / Kunst nach 1945
Thomas Lenk

Schichtung, 1972
© Thomas Lenk / VG Bild-Kunst, Bonn

Thomas Lenk

Schichtung, 1972

Holz, bemalt: Schwarz, Silber
27 × 42 × 38 cm

signiert und datiert hinten u. r.: Lenk 72; nummeriert hinten u. l.: I /X
Auflage: 10 Exemplare
(LENKT/W 59)

€ 6.000
vorheriges Werk
33 / 33
Zurück zur Übersicht
Teilen
Bild im Raum
Anfrage
Bild im Raum
Literatur: Ausst.Kat. Erich Hauser. Thomas Lenk. Georg Karl Pfahler. opäische Avantgarde der sechziger Jahre, Galerie Schlichtenmaier, Grafenau 1997, Abb. S. 43, Nr. 19

In der Bildhauerei wird ab den 1960er Jahren die Verteilung der Einzelfiguren im Verhältnis zur gesamten Fläche unter optischen Gesichtspunkten relevant. Grenzverwischungen zwischen Architektur und Skulptur existieren immer dort, wo durch die bestimmte Gestaltung einer Skulptur verändernd in den umgebenden Raum eingegriffen wird, wie Thomas Lenks »Schichtung« aus dem Jahr 1972 deutlich vor Augen führt. Die reliefartige Plastik bedient sich hier zudem einem aus der Malerei abgeleiteten Kunstgriff, da sie die Perspektive, Raum- und Distanzerfahrung zu den eigentlichen Themen erhebt. Lenk erteilt dem idealen Standpunkt für den Betrachter eine totale Absage. Das durchgängige Motiv dieser, ab 1964 ausgeführten, und ihn unmittelbar berühmt machenden Werkgruppe der »Schichtungen« ist zum einen eine übergreifende, vom Rechteck mit abgerundeten Ecken bestimmte Gestalt, verbunden mit flach hintereinander gestaffelten Scheiben gleicher Form und gleichen Ausmaßes. Eine absichtliche Störung wird durch den Einsatz von Leuchtfarben, wie die Silberbemalung auf einer der Platten, erreicht. Dieses klar gegliederte Gestaltungsprinzip, die serielle Anordnung und das mit Vorliebe verwendete Material Holz lassen Lenks Anregung durch die Minimal Art vermuten. Jedoch muss verfolgt Lenk mit seinen Schichtungen ein revolutionäres bildhauerisches Konzept, mit dem er eine international beachtete Position bezieht, die sich von seinen amerikanischen und englischen Kollegen Donald Judd oder William Turnbull, Philip King oder Tony Smith abhebt.
Schloss Dätzingen / 71120 Grafenau
T + 49 (0) 70 33 / 4 13 94
F + 49 (0) 70 33 / 4 49 23
schloss@galerie-schlichtenmaier.de
 
Öffnungszeiten
Mi – Fr 11 – 18.30 Uhr
Sa 11 – 16 Uhr
und nach Vereinbarung
Kleiner Schlossplatz 11 / 70173 Stuttgart
T + 49 (0) 711 / 120 41 51
F + 49 (0) 711 / 120 42 80
stuttgart@galerie-schlichtenmaier.de
 
Öffnungszeiten
Di – Fr 11 – 19 Uhr
Sa 11 – 17 Uhr
und nach Vereinbarung

 
Galerie Schlichtenmaier
Telefon
Adresse