KÜNSTLER / Kunst nach 1945
Thomas Lenk

Relief 31, 1971
© Thomas Lenk / VG Bild-Kunst, Bonn

Thomas Lenk

Relief 31, 1971

Holzspanplatten, weiß/silber
260 × 260 × 50 cm

Unikat
Foto: Ausstellungsansicht art KARLSRUHE 2016
(LENKT/R 3)

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Literatur: WV (ungedruckt), S. 61, vgl. Nr. 30 (Relief 31), dort mit Farbangabe weiß/leuchtgrün. Die Arbeit war in den 1970er Jahren integrativer Bestandteil der Standarchitektur eines Messestandes der Firma Bauer.


Mit den sogenannten »Schichtungen« entwickelte Thomas Lenk eine ebenso eigenständige wie auch einprägsame Formensprache, mit der er sich in das Feld der bedeutenden Bildhauer der konkreten Kunst einreihte. Für seine Arbeiten legte der Künstler z. T. industriell vorgefertigte und lackierte Holzplatten in serieller Reihung und traumwandlerischer Präzision übereinander, wobei die den Abschluss bildende Frontplatte stets durch den Auftrag von Farben eine Akzentuierung erfährt. So drängt sich das »Relief 31« durch das Silber der abgerundeten Quadrate, mit denen die vier auf ein imaginäres Zentrum gerichteten, scheinbar aus der Wand wachsenden Schichtungen abschließen, dem Betrachter entgegen. Die monumentale Wirkung der großformatigen Schichtungen wird durch die sensible Farbgebung in Weiß und Silber aufgefangen und in der Schwebe gehalten. Lenk definiert somit durch sein Relief den Umraum neu und macht zugleich den so konstruierten, ästhetischen Raum als - teilweise - optische Illusion erkennbar. Denn während das »Relief 31« von vorne betrachtet durch die Farb-, Form- und Schatteneffekte dem Betrachter geradezu körperlich entgegenstrebt, objektiviert der - von Lenk als »Banalansicht« bezeichnete - Blick von der Seite die gefühlte Tiefenwahrnehmung. So initiiert das Relief einen rationalen und körperlichen Dialog zwischen Betrachter und Objekt, welcher die Wirkung von Formen und Farben ebenso auslotet wie die sensuelle und empirische Raum- bzw. Zeitwahrnehmung.
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