KÜNSTLER / Kunst nach 1945
Winfred Gaul

Besuch in Giverny, 1982
© Winfred Gaul / VG Bild-Kunst, Bonn

Winfred Gaul

Besuch in Giverny, 1982

PVA auf Leinen
180 × 440 cm

Triptychon: 180 × 180 cm; 180 × 80 cm; 180 × 180 cm
verso signiert, datiert und bezeichnet: GAUL 82 Nr. 18-82 Besuch in Giverny
(GAULW/M 104)

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Literatur: Winfred Gaul. Werkverzeichnis Bd. II: Gemälde 1962-1983, hg. von Lothar Romain, Düsseldorf 1993, S. 211, Nr. 1033.

1982/83 beschäftigt sich Winfred Gaul intensiv mit Claude Monet, was sich in Arbeiten zu Giverny niederschlägt - wie im hier angebotenen »Besuch in Giverny« von 1982 oder »Wintermorgen in Giverny« von 1983 - oder in einigen fiktiven Verortungen des Franzosen: »C. Monet in Cuzco« (1982), »... in Marokko« (1983), »... am Kilimandscharo« (1983), »... in Manhattan« (1983), die neben einem vierteiligen Bild allesamt Triptychen sind wie der genannte »Besuch in Giverny«, die größte dieser Monet-Hommagen. Auf den ersten Blick haben die Arbeiten wenig mit dem impressionistischen Maler zu tun, doch setzt er dort an, wo Monet aufgehört hat: »So wie es keine vorherrschenden Formschema in meiner Malerei gibt, sowenig gibt es den ›typischen‹ Farbklang, der immer wiederkehrt. Alles ist möglich und alles ist durchgespielt: Primärfarben, Sekundärfarben und deren Kombination, Erdfarben, Mischtöne von Weiß, Schwarz und Buntfarben.« Zudem begegnet Gaul den späten Seerosenbildern Monets und dem Mythos Giverny voller Empathie, die überraschend intensiv ausfällt: Die Seerosenserie in der Orangerie gibt ihm die »Illusion ..., in einem Meer von Malerei zu schwimmen«. Und zu Giverny liest man bei Gaul: »... all diese Bilder von wogenden Sommergärten, von Pappeln am Ufer der Seine, diese Kaskaden von Grün und Blau und Lila, dieses von Orange, Blau und Rosa durchschienene Grau eines Wintertages .... sind nichts anderes als die Reproduktionen einer einzigartigen Vision ... Nachdem man in Giverny gewesen ist, weiß man, dass all unsere Träume, Erinnerungen und Vorstellungen von Bildern bestimmt sind, die die Wirklichkeit schal und farblos erscheinen lassen.«
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