KÜNSTLER / Kunst nach 1945
Hann Trier

Verano, 1963
© Hann Trier / VG Bild-Kunst, Bonn

Hann Trier

Verano, 1963

Eitempera auf Leinwand
130 × 89 cm

monogrammiert und datiert u. r.: hTrier 63
(TRIERH/M 34)

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Provenienz: Kunststiftung Hann Trier, LVR-Landesmuseum Bonn
Literatur: Sabine Fehlemann (Hg), Hann Trier. WV Ute Gerlach-Laxner, Köln 1990, Nr. 440, Abb. S. 389; Hann Trier, Galerie Stangl, AusstKat. München, 1964, Kat.Nr. 26

Hann Trier gehört zu den maßgeblichen Vertretern der informellen Kunst in Deutschland. In der Aufbruchszeit nach den Weltkriegen setzt er auf die Ausdrucksmacht der aus mimetischen Bindungen entlassenen Werte Form und Farbe. Er lädt gegenstandslose Farbsetzungen mit unverwechselbarer Individualität auf und lässt sie gleichzeitig intersubjektiv wirksam werden. Dem zum Rechtshänder umerzogenen Linkshänder wird Mitte der 1950er bewusst, dass der von gestischen Impulsen begleitete Einsatz nur einer Hand immer nur die Hälfte des Körpers einbringen kann. So gelangt er zum Arbeiten mit zwei Armen/Händen und zu den für sein Werk typischen, von einer Symmetrieachse geprägten Strukturen. Ende der 1950er Jahre bewegen sich die Linien auf der gleichen Ebene mit dem Malgrund, sodass sein 1963 entstan-denes Querformat »Verano«, als ein ausgereiftes Beispiel für seine Malweise steht, indem er eine Verschränkung von gestischer Bewegung (Linie), Malgrund (Raum) und Farbsubstanz (Materie) erreicht. Trier gelingt es bei diesem Gemälde nacherlebbar, Materie und Stimmung als identisch erscheinen zu lassen. An seiner bildnerischen Interpretation der Bewegungsmomente, am beidhändig formulierten Duktus, ist die Bildintention zu erkennen, die unter dem Titel »Verano« (span., »Sommer«) in differenzierten Rottönen auf die vom Sonnenlicht energetische Stimmung hinweist. Dabei entfaltet sich der individuelle Pinselduktus als harmonische Flächenbewegung meisterlich, sodass beim intensiveren Betrachten Assoziationen an einen flirrend heißen Sommertag entstehen können.
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