KÜNSTLER / Kunst nach 1945
Hans Steinbrenner

Figur, 1961
© Hans Steinbrenner / VG Bild-Kunst, Bonn

Hans Steinbrenner

Figur, 1961

Bronze
206 × 62 × 60 cm

monogrammiert und nummeriert: ST. 4/6 (Guß von 2001)
Auflage: 6 Exemplare
(STEINH/S 18)

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Literatur: Hans Steinbrenner, Skulptur und Plastik 4, Galerie Appel, Frankfurt am Main 1965, Abb. 19 (Exemplar in Pappelholz); vgl. Ausst.-Kat. Hans Steinbrenner, Galerie Loehr, Frankfurt am Main 1976, Nr. 6 (Exemplar in Pappelholz); Ausst.Kat. Hans Steinbrenner. Gleichnis der Harmonie. Skulpturen, Institut für Stadtgeschichte (Hrsg.), Frankfurt am Main 2009, Abb. S. 98

Waren die Begegnungen mit Toni Stadler und Otto Freundlich elementar wichtig für die Entwicklung des bildhauerischen Frühwerks und der Malerei von Hans Steinbrenner, so führte die Auseinandersetzung mit De Stijl und Piet Mondrian zu seinem typischen, kubistisch anmutenden Stil. Die menschliche Figur verliert zunehmend an Bedeutung, ungeachtet der fortgeführten Titel (»Figur«) und dem anthropomorphen Eindruck, der allein dem (kalkulierten) Betrachterblick geschuldet ist: Die abstrakt übereinandergestapelten, geometrischen Körper fügen sich in die Erwartungshaltung vom menschlichen Körperbau. So nimmt man einzelne Gliedmaßen wahr – eine Kopfpartie, die Statur, einer ›Haltung‹ ähnlich. Dennoch muss festgehalten werden, dass Steinbrenner bewusst jeglichen Abbildcharakter vermeidet, um frei zu sein, jene eingeprägten Bildmuster zu unterlaufen. Wenn überhaupt, spielt in der Formensprache seiner Tektonik die Idee eines Urbildes eine Rolle. Umschreitet man Steinbrenners Figuren, erkennt man die Ausgewogenheit, die nahezu perfekte Balance der Volumina. Von hier aus erweist sich das Werk nicht nur formal als ungegenständliche Antwort auf die klassische antike Figuration, sondern auch als spannungsreiche Variante der Stele. Im Spätwerk bezog der Bildhauer zunehmend die Zen-Philosophie in sein Schaffen ein.
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