KÜNSTLER / Kunst der Moderne
Julius Bissier

18. Januar 61, 1961
© Julius Bissier / VG Bild-Kunst, Bonn

Julius Bissier

18. Januar 61, 1961

Eiöltempera auf Leinen
20 × 23,5 cm

signiert und datiert o. l.: Jules Bissier 18. Januar 61
(BISSIJ/M 79)

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Mit seiner Signatur und insbesondere den immer auf seinen Bildern notierten Datumsangaben macht Julius Bissier zum einen auf den Schöpfungsgestus aufmerksam, zum anderen auf die Bedeutung des Augenblicks. Kaum ein anderer Künstler vermochte mit ei-nem derart minimalistischen Formenreper-toire eine solch geheimnisvolle, vieldeutige und hochkomplexe Bildsprache zu entfalten wie er: Abstrakt-geometrische und amorphe Flächen stellt er kompositorisch in ein dialektisches Verhältnis zu konkreten Formen, die wie in diesem Werk einem Stempel oder - rechts davon - einer Gliederpuppe ähneln. Der Eindruck einer Dinglichkeit wird noch verstärkt, indem Bissier sie durch zarte Linien zur anthropomorphen Figur ergänzt. Dazu kommen chiffrierte Zeichen, die sich zu symbolischen Strukturen stilisieren lassen (Rad, Kreuz), die Spuren aufnehmen oder zu kryptischen bzw. tatsächlichen Buchstaben aus-formuliert sind - wie das umgekehrte »T«, das bei Bissier auch für das »Tao« steht. Bei aller Komplexität schweben die Formen und Kürzel in Bissiers Werk in einer poetisch-irrealen Klarheit vor den Augen des Betrachters, den sie magisch anzuziehen vermögen.
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