KÜNSTLER / Kunst der Moderne
Julius Bissier

A.4.Juni 64
© Julius Bissier / VG Bild-Kunst, Bonn

Julius Bissier

A.4.Juni 64, 1964

Eiöl-Tempera auf Baumwolle
45 × 58,3 cm

signiert, datiert und bezeichnet o. r.
(BISSIJ/P 80)

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Ausstellungen: Museum of Art San Francisco, 1968; The Solomon R.Guggenheim Museum, New York, 1968/69; Kunstverein Düsseldorf, 1969; Nationalgalerie Berlin,1974; Haus der Kunst München, 1978; Kunstverein Ludwigshafen 1978; Westfälischer Kunstverein Münster 1979
Ausstellungskataloge: Museo d’arte Mendrisio,1988, Abb.S. 162; Fondation Gianadda, Martigny,1989, Abb-S. 162; Musée d‘Unterlinden,Colmar,1991, Abb.S.134; Musée de Brou,Bourg-en-Bresse,1991, Abb.S.134; Musée de l‘ancien Eveché,Evreux,1992, Abb.S.134
Julius Bissier. Der metafisische Maler, Kunstmuseum Bochum, Bochum 2008; Hatje Cantz 2008, Abb.S.139
Julius Bissier. Der metafisische Maler, Museum Liner Appenzell, Appenzell 2008-2009; Hatje Cantz 2008, Abb.S.139
Julius Bissier. Il pittore del metafisico, Museo Cantolale d’Arte, Lugano 2009; Hatje Cantz 2008, Abb.S.139

Die auf den 4. Juni 1964 datierte Arbeit Julius Bisiers ist ein Beispiel für die formvollendete Gleichzeitigkeit absoluter, gegenstadsfreier Malerei und einer zwar flüchtigen, aber nahezu traumhaft-realen Dinglichkeit. In einem gleichmäßigen Rhythmus reihen sich, von dem typografisch erkennbaren Buchstaben "j" ausgehend - und in gewohnter Leserichtung nach rechts folgend - fünf weitere, allerdigs uneindeutige skripturale Zeichen aneinander. Diese neigen sich leicht nach rechts oben, in freiem Spiel, aber in Balance zu den hell hingetuschten Flächen aus vage geometrischen Formen. Zu diesen scheinbar schwebenden Setzungen gesellen sich - wie in Reflexion des Gesehenen, oder mehr noch Geahnten - zwei "j"-Buchstaben in Rot dazu: winzig, kaum sichtbar, mit einem liebevoll abgehobenen "i"-Punkt jenseits des Formenspiels. Wer die Komposition als Ganzes betrachtet, unabhängig von den für sich stehenden Details, kann Gliedmaßen und sich zur Gestalt wandelnde, fast körperhafte Figurationen erkennen. In der linken Form könnte man eine Büste sehen, das große "j" würde zum Arm, in der mittleren Form wäre dann eine sich diesem Körper zuneigende Gestalt herauszulesen, deren Kopf mit mit der Kreisfläche zusammenfiele. Und doch wandeln sich diese Anmutungen immer wieder ins Abstrakte, Leichte, rhytmisch Beschwingte - und zugleich ins vage Erinnerte.
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