Von Hölzel zum Bauhaus

Lyrik mit weißen Formen (Gelb-Orange), 1949
© Willi Baumeister / VG Bild-Kunst, Bonn

Willi Baumeister

Lyrik mit weißen Formen (Gelb-Orange), 1949

Öl und Kunstharz auf Karton
31,9 × 50 cm

signiert u. r.: Baumeister; verso betitelt und datiert: Lyrik mit weissen Formen (Gelb-Orange) 8.49
(BAUMEW/M 178)

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Provenienz: Sammlung Etta und Otto Stangl, München; Privatsammlung, Stuttgart
Ausstellungen: Sammlung Stangl - Von Klee bis Poliakoff, München, Bayerische Staatsgemäldesammlungen - Staatsgalerie moderner Kunst;
Literatur: Willi Baumeister, Münster, Westfälisches Landesmuseum, 1993/94, Kat. S. 291, Nr. 210Peter Beye / Felicitas Baumeister, Willi Baumeister. Werkkatalog der Gemälde, Bd. II, Ostfildern, 2002, Nr. 1322

Das Bild »Lyrik mit weißen Formen« greift verschiedene Themen Willi Baumeisters aus den späten 1940er Jahren auf - darunter die Bildreihen »Urformen«, »Urzeitgestalten«, »Schwebender Geist«, »Giganten« u. a. - , die formatfüllend jene verdichtete Figurenkonstellation zeigen, die sich in dieser Arbeit von 1949 zum Binnenelement im oberen Bildteil verkleinert. Dem Konglomerat aus rotbrauner Farbigkeit, figurativer Andeutung und Leerform steht eine mehrschichtige Arabeske aus weißen und farbigen Flächen sowie dazwischen liegenden zeichnerischen Interventionen gegenüber. Die titelgebenden weißen Formen sind aus geometreichen Flächen herausgebildet und überformen amorphe Flächen aus verschiedenen Farbtönen, von denen Gelb und Orange dominieren - das hat sich in der Klammerbezeichnung des Titels niedergeschlagen. In der zwischengelagerten zeichnerischen Mittelschicht tummeln sich Strichlinien, welche die vorder- und hintergründigen Flächen zu Figuren umdeuten und zugleich ein kosmisches Gefüge erkennen lassen, das in schwarzen Himmelskörpern kulminiert. Was diese Bildsprache 'lyrisch' werden lässt, ist die leichte, spielerische und rätselhafte Erscheinung rhythmisch divergenter und doch ausbalancierter Situationen - denn nichts anderes ist es, wenn in einem abstrakten Kontinuum von Zeit und Raum Begegnungen ergeben. Willi Baumeister gehört zu den wenigen Künstlern, die selbst über die Zeit von 1933 bis 1945 hinweg in Deutschland, wenn auch im Verborgenen, malen konnten, um danach unmittelbar daran anschließen zu können. Die Palette wird fröhlicher, in den Formen noch verspielter als zuvor.
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