Volker Blumkowski / Querbeet, oder: Gibt es ein Thema?

Die zwei Schwestern, 2018
© Volker Blumkowski /

Volker Blumkowski

Die zwei Schwestern, 2018

Mischtechnik auf Bütten
63 × 55 cm

signiert und datiert
(BLUMKV/M 54)

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Foto: Frank Kleinbach, Stuttgart

Wie in Monolith steht das schwarze Haus - wie einer anderen Welt angehörig - mitten in der Natur, die sich im Vordergrund als Garten erweist: kenntlich am niedrigen Zäunchen und an den titelgebenden Schwestern, die sich daran und davor zu schaffen machen. Die scheinbar alltägliche Handlung wird durch zwei Fakten ad absurdum geführt: Die beiden Frauen haben so viel miteinander zu tun wie die Bäumchen im Mittelgrund, doch erhalten sie durch die Benennung eine Beziehung zueinander und eine Bedeutung, die auch einiges Gewicht verspricht. Dabei macht der Garten eher den Eindruck eines wilden Bewuchses, so dass die gärtnerischen Arbeiten eher relativiert werden. Das zweite, irritierende Mo-ment ist das fensterlose Haus, das weniger einer Behausung als einem technischen Bau - einem Stellwerk, Transformatorenhaus o.ä. - ähnelt, das inmitten einer Landschaft ungewöhnlich ist. Gegenüber dem malerischen Wolkenhintergrund erbebt sich das Gebäude wie eine massive, abstrakte Form, die unheilvoll in eine Scheinidylle einbricht. Andrerseits gleicht sie in ihrer kompositorischen Präsenz einer Kulisse, vor der sich ein absurdes (Theater-)Stück abspielt - der Titel könnte folgerichtig heißen: »Die zwei Schwestern«.
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