Vielfältig wie die Welt

Relief 15/81, 1981
© Erich Hauser / VG Bild-Kunst, Bonn

Erich Hauser

Relief 15/81, 1981

Stahl
20 × 20 × 7 cm

signiert u. r.: E. Hauser; nummeriert u. l.: 48/500
Auflage: 500 Exemplare
(HAUSEE/S 91)

€ 2.100
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Seit 1962 verwendet Erich Hauser für seine Skulpturen ausschließlich industriell vorgefertigte Stahlplatten, die er durch partielles Erhitzen biegsam macht und nach dem Prinzip der Montage zusammenschweißt. Reinhold Wurster charakterisiert die Werke dieser Zeit folgendermaßen: »Erst 1962 werden die Arbeiten Hausers körperhaft, entwickelt sich wuchtigeres und zugleich auch sinnlicher werdendes Volumen. Es sind die geschlossenen, prismatisch strukturierten Kapselformen und die muschelartig aufbrechenden Gehäuse, mit denen Hauser erstmals weithin bekannt geworden ist. Die Doppelspiegelung der prismatischen Brechungen verdrängt jede Erinnerung an tektonische Störungen oder an aufplatzende Fruchtkapseln (…)«. Seine ab Mitte der 1960er Jahre entstehenden Arbeiten erinnern formal noch verstärkt an vegetative, organisch gewachsene Formen. Die Skulpturen der Folgejahre orientieren sich dagegen überwiegend an geometrischen Formen, wie der Säule, der Röhre, der Pyramide, den Zylinder, den Quader, den Diskus oder den Würfel. Die Balance zwischen konvexen und konkaven Flächen, harten Kanten und sanften Wölbungen, Schwere und Leichtigkeit, Ruhe und Bewegung, präzisen Formen und spielerischen Elementen verleiht Hausers Skulpturen ihre besondere Faszination, was in seinen Reliefarbeiten besonders prägnant zum Ausdruck kommt. Seit den 1970er Jahren bricht Hauser die geometrischen Grundformen zunehmend auf, gibt Einblicke in sie frei und lässt sie in den Außenraum dringen, ohne dass sie ihren formalen Zusammenhang verlieren. Mit seinen Skulpturen veranschaulicht Erich Hauser die Natur als Zusammenspiel von Kräften, ihre mitunter weithin, vor allem vertikal in den Raum ausgreifende Dynamik. Allen plastischen Arbeiten gemein ist eine kubistisch anmutende Zerlegung, vor allem seine Skulpturen der 1980er Jahre gestalten sich wie kristalline Auffächerungen oder Splitterungen, wovon auch das Wandrelief »15/81« zeugt.
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