Thomas Lenk & Friends

Objekt 28 a (Shakespeare und der Würger), 1963
© Thomas Lenk / VG Bild-Kunst, Bonn

Thomas Lenk

Objekt 28 a (Shakespeare und der Würger), 1963

Beton, verzinkte Stahlrohre
90 × 60 × 45 cm

signiert: Lenk
(LENKT/S 7)

€ 40.000
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Die Arbeit »Objekt 28a (Shakespeare und der Würger)« von 1963 gehört in die Zeit von Thomas Lenks sogenannten Dialektischen Objekten. In seiner anfänglichen Schaffensphase zwischen 1960 bis 1963 entstehen die Arbeiten, bei denen es ihm insbesondere in der Kombination aus Blöcken und Stabelementen um allgemeine Raumerfahrungen geht. Diese auf den Namen »Dialektische Objekte« getauften Werke spiegeln durch ihre reduzierte Formgebung und den verwendeten Industriematerialien Beton, Stahl und Aluminium Lenks anfängliche Nähe zur amerikanischen Minimal Art wider. »Ausgehend von der Erfahrung Giacomettis, dass - sobald die Um-gebung eines plastischen Gegenstandes Teil der Darstellung ist - Unüberschaubares nur in der Verkleinerung überschaubar wird, formulierte ich den Begriff ›illusionistisch‹«, und weiter: »Indem ein eindeutig illusionistisches (Teil-)Objekt mit Hilfe eines zweiten (Teil-)Objekts - als raumverdrängendes Skulpturfragment die klassische Konzeption innerhalb des gesamten Objektes repräsentierend - in den umgehenden Raum hineingestellt wird, ergibt sich ein Objekt mit verschiedenen räumlichen Einflusszonen: a) eine Zone der durch den illusionistischen Teil des Objekts herbeigeführten räumlichen Zusammenziehung und b) eine durch das gesamte Objekt geschaffene objektbezogene Raumzone, welche die Zone der räumlichen Zusammenziehung umschließt. Die Zone der räumlichen Zusammenziehung geht dadurch nicht verloren an das, was sie meint, sondern wird zum Raum selbst.« Der befremdliche Titel wird ironisch zu verstehen sein, kann aber auch assoziativ im Hinblick auf ein durchaus dialektisch zu verstehendes Zitat in Shakespeares »Antonius und Cleopatra« (II,6) gelesen werden: »... das Band, das ihre Freundschaft zu verknüpfen scheint, wird gerade der Würger ihrer Eintracht sein.«
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