KÜNSTLER / Kunst der Moderne
Ludwig Meidner


Verfügbare Werke
1884geboren in Bernstadt
1966gestorben in Darmstadt
Ludwig Meidner zählt heute zu den bedeutenden Vertretern des Expressionismus. Seine ab 1912 entstehenden „Apokalyptischen Landschaften“ werden später als Vorahnungen des Ersten Weltkrieges interpretiert. Auf der Suche nach seiner religiösen Identität entstehen in den 1920er Jahren selbstporträthafte Darstellungen von jüdischen Propheten und biblische Szenen. Zudem hält Meidner zahllose Intellektuelle in psychologisch intensiven Bildnissen fest. In der Folge steht die Beobachtung der eigenen Physiognomie im Vordergrund, nicht mehr der Ausdruck des Selbstbefindens. Das Selbstbildnis von 1963 entstand vermutlich in Meidners neuen Wohnung in Darmstadt. Hier waren die Arbeitsverhältnisse nicht so günstig, so dass Meidner vor allem Nachts arbeitet. Dies erklärt die ungewöhnlichen Verschattungen und die von zwei unterschiedlichen Lichtquellen erzeugten hellen und dunklen Zonen, aus denen Meidner den Kopf herausmodelliert. Das Portrait wird von einem einen nur vom Pinselduktus belebten gleichmäßig farbigen Fond hinterfangen. Die Diagonalen, die im Monogramm, im Fond und als Grenze von Schatten und Lichtzonen aufgegriffen werden, beleben die Komposition. 
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