KÜNSTLER / Kunst der Moderne
Adolf Hölzel


Verfügbare Werke
Adolf Hölzel
A. Hölzel um 1930
1853geboren in Ölmütz/Mähren
1874Studium an der Wiener Akademie
1876–82Übersiedlung nach München; Besuch der Königlich Bayerischen
 Kunstakademie
1887Studienreise nach Paris; Auseinandersetzung mit dem Impressionismus
1888Übersiedlung nach Dachau
1891Einrichtung einer privaten Malschule in Dachau
1905erstes, weitgehend ungegenständliches Bild »Komposition in Rot I«
 Berufung an die Königlich Württembergische Akademie der Bildenden Künste
1916–18Direktor der Stuttgarter Akademie
1918Ausstellung in der Kestner-Gesellschaft Hannover und Gesamtankauf durch
 Konsul Fritz Beindorff, dem Inhaber der Pelikanwerke Hannover
 Rücktrittsgesuch von seinem Lehrstuhl an der Stuttgarter Akademie
1919Versetzung in den Ruhestand
1920Beginn der Pastellfolgen
 Ehrendoktorwürde der Technischen Hochschule in Aachen
1932Im Württembergischen Kunstverein Stuttgart werden zum ersten Mal die Pastelle
 der Spätzeit gezeigt; Auftrag für die Glasfenster im Sitzungssaal der Pelikanwerke
 Hannover
1934gestorben in Stuttgart
Adolf Hölzel gehört zu den einflussreichsten Pionieren der ungegenständlichen Kunst im 20. Jahrhundert. In den beginnenden 1920er Jahren entdeckt er das Arbeiten in der Pastelltechnik für sich, da die geringeren zeichnerischen Möglichkeiten der Ölmalerei sowie der lange Arbeits- bzw. Trocknungsprozess seinem spontanen und experimentierfreudigen Schaffensdrang nicht ausreichend entgegenkommen. Die Radikalität seiner künstlerischen Vorgehensweise führte dazu, die Kunst vom Gegenstand und in noch größerem Maße vom Inhalt zu lösen, was besonders an den Titeln seiner Pastellarbeiten deutlich wird: »Komposition« In den häufigsten Fällen stammen die sich auf den Inhalt beziehenden Untertitel von Interpreten seiner Werke, seien es Kunsthistoriker oder Sammler.
Hölzels Ansatz der bewussten Beschränkung auf die künstlerischen Mittel ermöglichte auch seinen Schülern, den Schritt über den Impressionismus hinauszuwagen. Hölzel kommt nicht zuletzt daher eine zentrale Position in der deutschen Kunst des 20. Jahrhunderts zu. Aus dem kunsthistorischen Rückblick betrachtet, bleibt er, seine Altersgenossen zurücklassend, der »behutsame Avantgardist« bis ins hohe Alter. Indem er im Laufe seiner künstlerischen Entwicklung immer freier und ungegenständlicher wird, führt Hölzel die Kunst an einen Punkt heran, der erst in den 1950er Jahren, vor allem durch die sogenannte »informelle« Kunst oder auch in der »konkreten Kunst« wieder aufgegriffen und fortgeführt wird. Isoliert, da keiner seiner Altersgenossen so weit seine eigene Zeit zurücklässt und so weit auf die zukünftige Kunst verweist, ist er dem 19. Jahrhundert entwachsen und hinterlässt tiefe Spuren in der Kunst des 20. Jahrhunderts. 
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