KÜNSTLER / Kunst der Moderne
Ernst Hassebrauk


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1905 Dresden–1974 Dresden

Im Laufe seines Lebens arbeitet der in Dresden und Leipzig ausgebildete Ernst Hassebrauk sowohl impressiv als auch expressiv – dem Impressionismus der Franzosen, aber auch dem von Lovis Corinth nah, vor allem in der inneren Emigration der dreißiger Jahre. Den neuen Expressionismus baut er vor allem nach der Befreiung von der Kunstdiktatur nach 1945 aus.
Die intensive Farbigkeit und malerische Kühle des „Küchenstilllebens“ zeigen Verwandtschaften zu Carl Schuch. Allerdings wohnt Hassebrauks Gegenständlichem eine Auffassung von Freiheit inne, nicht zuletzt im Duktus des „malerischen“ Auftrags, der sich in der Materie der Farbe pastos gibt. Den äußeren Umständen entgegengesetzt, besitzen Hassebrauks Stillleben Intimität und Heiterkeit. Sie strahlen lustvoll Malerei als Ausdruck einer festlich gesteigerten Augenfreude aus. Ein Übriges tragen die Arrangements bei, die häufig „Objekte einer anderen Kunst, der hohen Kunst des Speisens und Trinkens, des feinen Geschmacks und des Genießens“ sind, wie Werner Schmidt formuliert. 
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