Galerie

Unser Programm


Kunst der Moderne
Noch nie war die Kunst so vielfältig wie im 20. Jahrhundert. Das liegt an den Wagnissen, die ihre Vertreter Ende des 19. und im ersten Drittel des letzten Jahrhunderts eingingen – die einen eher bewahrend, die anderen innovativ. Dass der südwestdeutsche Raum hier eine wichtige Rolle spielt, sieht man, wenn man die Künstler von Max Ackermann bis Richard Ziegler aufruft. Die Galerie Schlichtenmaier führt souverän durch diese Fülle an Positionen.


Kunst nach 1945
Es gab nach 1945 keine Stunde Null – aber viele Sternstunden der Kunst. Die abstrakten und figurativen Künstler bezogen Stellung, die europäischen Nachbarn und die USA setzten Maßstäbe und die Avantgarden der 1960er und 1970er Jahre mobilisierten ungeahnte kreative Kräfte. Die Galerie Schlichtenmaier konzentriert sich hier auf die Szenen in Deutschland, verschließt sich aber nicht vor den internationalen, faszinierenden Strömungen der Kunst.

Zeitgenössische Kunst
»Sobald eine Mode allgemein geworden ist, hat sie sich überlebt« (Maria Freifrau von Ebner-Eschenbach). Deshalb sucht die Galerie Schlichtenmaier das Besondere in der Kunst, das auch noch in der Zukunft Bestand hat. Unsere zeitgenössischen Künstler sind unverwechselbar, loten die Grenzen der traditionellen Gattungen aus, die keineswegs ausgedient haben. Dabei weisen sie in einer komplexer gewordenen Welt keine einfachen, sondern überzeugende Wege.
 
 

Kleiner Schlossplatz, Stuttgart


Schloss Dätzingen, Grafenau 
Schloss Dätzingen Geschichte im pdf-Format



Galeriegeschichte


»Lernen ist wie Schwimmen gegen den Strom: Stillstand bedeutet Rückschritt!« (Erich Kästner).
 
Unter diesem Motto arbeiten seit 1979 die drei Brüder Bert, Harry und Kuno Schlichtenmaier, nachdem sie die 1969 von ihrem Vater Herbert Schlichtenmaier gegründete Galerie übernommen haben. Im ehemaligen Malteserschloss in Dätzingen (Gemeinde Grafenau), südlich von Stuttgart, fanden sie den geeigneten Standort für die zukünftige Weiterentwicklung eines Kunsthandels zu einer Ausstellungsgalerie. Indem die drei Kunsthistoriker nach der Fertigstellung ihrer Promotionen im Fach Kunstgeschichte an der Universität Tübingen 1982 und 1983, noch weit entfernt von der Moderne, ihre kunstwissenschaftlichen Kenntnisse zunächst im ererbten Programm mit alten Meistern des 17. bis 19. Jahrhunderts fortsetzten, konnten sie auf einer soliden Basis aufbauen. Zu diesen Wurzeln gesellten sich schon bald auch Maler von kunstgeschichtlich überregionaler Bedeutung, wie Carl Rottmann, Adolf von Menzel und Lovis Corinth, neben ausgewählten Künstlern mit regionalerem Bezug, wie Friedrich von Keller oder die wichtigen Vertreter der schwäbischen Freilichtmalerei wie Christian Landenberger, Hermann Pleuer und Otto Reiniger. Damit war die Schwelle ins 20. Jahrhundert überschritten und der Weg in die Geschichte der beiden in Baden-Württemberg gegründeten Kunstakademien in Karlsruhe und Stuttgart geöffnet, worin die drei Kunsthistoriker neue Aufgaben erkannten. Was mit Galeriekatalogen zur Buchmalerei des 14. und 15. Jahrhunderts begann, führte in den 1980er Jahren zu programmatischen Ausstellungsthemen wie der Stuttgarter Neuen Sezession, der Stuttgarter Sezession oder der Üecht-Gruppe mit ihren gegensätzlichen künstlerischen Positionen. Ausstellungen der Wegbereiter dieser Zeit, Heinrich Altherr und Adolf Hölzel, schufen die Grundlage für die Auseinandersetzung mit späteren Vertretern der klassischen Moderne, wie Willi Baumeister, Julius Bissier oder Oskar Schlemmer, welche die Galerie bis heute vertritt.
 
Ein weiterer Schritt in die 1950er Jahre bestimmte schon bald das Galerieprogramm, mit Ausstellungen, welche nicht nur Baumeisters große Bedeutung in der deutschen Nachkriegskunst herausstellten, sondern auch seine Wirkung auf eine künstlerische Avantgarde, die nach 1945 zu neuen Positionen in der Abstraktion fand und sowohl in der Malerei als auch in der Bildhauerei weit über den deutschen Südwesten hinaus internationale Bedeutung erreichte - wogegen der von HAP Grieshaber und seinen Schülern (z. B. Horst Antes) in Karlsruhe beschrittene Weg von der abstrahierenden Gestaltung zur Figuration führte.
 
Seitdem 2003 die Galerie am Kleinen Schlossplatz in Stuttgart eröffnet wurde, zeichnete sich auch dort die prozessuale Weiterentwicklung des Galerieprogramms in der Erweiterung um neu besetzte Positionen in der Kunst der Moderne und der Gegenwart nach 1945 ab. Allein die Liste der Künstler, zu deren Ausstellungen der Bestand von inzwischen auf 188 in der Edition Schlichtenmaier erschienenen Kataloge in dieser Zeit erweitert wurde, ist beträchtlich: Willi Baumeister, Julius Bissier, Emil Cimiotti, Winfred Gaul, Karl Otto Götz, Peter Brüning, Adolf Hölzel, Camill Leberer, Ernst Wilhelm Nay, Werner Pokorny, Paul Reich, Emil Schumacher. Zu Künstlern, die seit längerem im Galerieprogramm integriert sind, erschienen weitere Katalogeditionen, wie zu Max Ackermann, Horst Antes, Otto Baum, Gerlinde Beck, Jürgen Brodwolf, Adolf Fleischmann, HAP Grieshaber, Otto Herbert Hajek, Erich Hauser, Fritz Klemm, Thomas Lenk, Wilhem Loth, Martinmüller, Georg Karl Pfahler oder Heinz Schanz. 2019, steht ein Jubiläum bevor, dann wird die Galerie auf eine 50-jährige Geschichte zurückblicken und ihr Programm in Zusammenarbeit mit dem durch Günter Baumann und Kay Kromeier erweiterten und verjüngten Galerieteam, weiterhin nach »vorne« orientieren. (H.S.)
 

 

Das Galerieteam

 
Inhaber der Galerie Schlichtenmaier sind die Brüder Bert, Harry und Kuno Schlichtenmaier. Alle Drei verbinden ihre fachliche Qualifikation als promovierte Kunstwissenschaftler wirksam mit den aktuellen Anforderungen einer Galerie, die nach kaufmännischen Gesichtspunkten arbeitet.
 
Das wissenschaftliche Engagement der Galeristen drückt sich in Ausstellungsaktivitäten, aber auch in Autoren- und Verlegertätigkeiten aus. Die Galerie Schlichtenmaier verwaltet Nachlässe, berät öffentliche und private Sammlungen, initiiert Kooperationen mit Museen und Universitäten, arbeitet in Beiräten, Jurys und Verbänden aktiv mit, erstellt Expertisen, nimmt Schätzungen vor, gibt Kataloge heraus und unterhält eine Bibliothek und ein Bildarchiv.
 

Schloss Dätzingen / 71120 Grafenau
T + 49 (0) 70 33 / 4 13 94
F + 49 (0) 70 33 / 4 49 23
schloss@galerie-schlichtenmaier.de
 
Öffnungszeiten
Mi – Fr 11 – 18.30 Uhr
Sa 11 – 16 Uhr
und nach Vereinbarung
im August geschlossen
Kleiner Schlossplatz 11 / 70173 Stuttgart
T + 49 (0) 711 / 120 41 51
F + 49 (0) 711 / 120 42 80
stuttgart@galerie-schlichtenmaier.de
 
Öffnungszeiten
Di – Fr 11 – 19 Uhr
Sa 11 – 17 Uhr
und nach Vereinbarung

 
Galerie Schlichtenmaier
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