Aktuell


Art Cologne nur noch bis Samstag, 29.4.2017


Die Galerie Schlichtenmaier freut sich, Sie auf der Art Cologne begrüßen zu dürfen. Damit Sie nicht zu spät kommen, weisen wir darauf hin, dass die Messe dieses Mal nicht am Sonntag, sondern bereits am Samstag schließt. Wer also noch die älteste Kunstmesse der Welt und wohl auch die wichtigste Messe in Deutschland besuchen möchte, sollte sich rasch entschließen. Wenn die Zeit schon knapp ist, lohnt es sich, gleich bei den interessantesten Galerien vorbeizuschauen.
Ein guter Tipp: Folgen Sie in Halle 11.1. der Gang zum Stand B-029. Dort wartet das Team der Galerie Schlichtenmaier auf Sie.
Weitere Informationen finden Sie unter www.schlichtenmaier.de

Art Cologne 2017

  
Die Galerie Schlichtenmaier präsentiert sich auf der ART COLOGNE mit Top-Bildern der Klassischen Moderne, der Nachkriegsavantgarde sowie einigen zeitgenössischen Positionen.

Sie finden uns in Halle 11.1, Stand B-029
Messetelefon: 0177-2309594

Öffnungszeiten
25.4., Vernissage von 16.00 bis 20.00 Uhr;
26.–28.4. von 11.00 bis 19.00 Uhr;
29.4. von 11.00 bis 18.00 Uhr

Ausgehend von der Hölzel-Schule im frühen 20. Jahrhundert mit Hauptmeistern wie Willi Baumeister, Oskar Schlemmer oder Adolf Fleischmann zeigen wir darüber hinaus klassisch-moderne Arbeiten von Pablo Picasso (mit außerordentlichen Beispielen aus der „Suite Vollard“), aus dem Frühwerk Otto Dix’ wie dem Spätwerk von Karl Schmidt-Rottluff, das schon auf die Zeit nach 1945 verweist.
Die Nachkriegskunst wartet in aller Vielfalt auf: Das Informel ist vertreten durch Karl Otto Götz – dem letzten lebenden Vertreter dieser gestischen Stilströmung –, Fred Thieler, Emil Schumacher, Karl Fred Dahmen und Gerhard Hoehme. Über die Lehre Willi Baumeisters, unter dem Einfluss der informellen Malerkollegen oder als singuläre Positionen fanden Künstler wie Peter Brüning, Winfred Gaul, Ernst Wilhelm Nay oder Georg Karl Pfahler ihren je eigenen Stil. Sonderpositionen nehmen zudem Fritz Winter, Julius Bissier oder Walter Stöhrer ein, der die Figuration zu neuen Ufern führte, wie auch auf andere Weise Horst Antes. Lichtvoll runden Heinz Mack und Georg Meistermann die Liste der Nachkriegsmoderne ab – von letzterem sind beleuchtete Glasfenster von spirituellem Reiz zu sehen.
Mit flammend inspirierten Lichtkästen führt auch Eckart Hahn, von dem wir auch neue, atemberaubende Gemälde zeigen, den Betrachter in die Gegenwart. Ihm zur Seite steht der Bildhauer Werner Pokorny, dessen charakteristisches Haus-Motiv bereits eine nahezu ikonische Qualität eingenommen hat. Als weiteren Bildhauer präsentieren wir am Messestand Erich Hauser, dessen Arbeiten aus der deutschen Plastik der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts nicht mehr wegzudenken ist.
                    



 


       

 
 

Zum Geburtstag von Volker Lehnert

 
Die Galerie Schlichtenmaier gratuliert dem Künstler Volker Lehnert zum Geburtstag. Geboren am 20.4.1956, zog es den Saarbrücker Maler, Grafiker und Zeichner nach Witten/Ruhr, wo er lebt, und nach Stuttgart, wo er seit dem Jahr 2000 eine Professur an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste innehat. Ein Überblick über sein Werk zeigte die Galerie Schlichtenmaier in Dätzingen im Jahr 2014.
Lehnert schafft in seinem Werk so beklemmende wie faszinierende Stimmungen, die den Betrachter gefangen nehmen: Lagerfeuerromantik und Comics verarbeitet der Künstler ebenso wie Natur- und Architekturmotive, die er in simultanen Situationen zusammenführt. Sowohl in seiner Malerei als auch in seinen Grafiken – Lithographie, Holzschnitt und Radierung – geht er stilistisch von der Linie aus, weshalb man sich nicht wundert, dass er zu den beeindruckendsten Zeichnern des Landes gehört.
Unter den vielen Preisen, die er erhalten hat, war die letzte Auszeichnung die Verleihung des Grafik-Preises der Stadt Bietigheim-Bissingen im Herbst 2016.

Wir gratulieren dem Künstler zum unrunden Geburtstag und wünschen ihm alles Gute!

 
  

Ostern in Giverny, gleich um die Ecke in der Stuttgarter Galerie Schlichtenmaier


»Und ewig wirkt der Mythos Giverny« titeln die ›Stuttgarter Nachrichten‹ am 13. April 2017 mit einer Seite zum Garten in der Kunst und in Giverny im besonderen. Berühmt wurde der Ort durch den Maler Claude Monet, der hier die letzten vier Jahrzehnte seines Lebens verbrachte und seinen dortigen Garten durch seine Kunst zum Mythos machte. Die Galerie Schlichtenmaier zeigt bis zum 13. Mai ihre Ausstellung »MYTHOS GIVERNY«, die an den Osterfeiertagen geschlossen ist. Geöffnet ist aber am Samstag, dem 15. Mai – lassen Sie sich in der Galerie entführen in ein Thema, das zeitgenössische Künstler inspiriert hat.
Zu sehen sind Arbeiten von: Anna Bittersohl, Elger Esser, Ralph Fleck, Werner Fohrer, Winfred Gaul, Karl Otto Götz, Emil Kiess, Peter Sehringer, Luzia Simons, Lorenz Spring, Cornelius Völker, Bernd Zimmer

Wir freuen uns auf Ihren Besuch.

Die Galerie im Schloss Dätzingen bleibt am Ostersamstag geschlossen.

Camill Leberer in Donaueschingen

 
Der in Stuttgart lebende Bildhauer, Maler, Zeichner und Fotograf Camill Leberer (geb. 1953 in Kenzingen) präsentiert vom
9. April bis 25. Juni 2017 einen repräsentativen Querschnitt seines Schaffens im Museum Art.Plus in Donaueschingen. Sein singulärer Stil basiert nicht nur auf der Überschreitung aller Gattungsgrenzen, die eine Trennung von Plastik, Malerei und Zeichnung zumal in den installativen Arbeiten unmöglich macht. Dank seiner Technik, die Farbe, Glas und Stahl sowie Kunststoff und Papier gleichwertig miteinbezieht, erzielt Leberer auch eine Wirkung, die ihresgleichen sucht. Sein Werk vereint technische Konstruktion mit einer Farbraumpoesie, die das Werk sinnlich verortet: Raum und Fläche, offene und geschlossene Form sowie materielle und immaterielle Strukturen scheinen aufgehoben.

Vita

1953  geboren in Kenzingen im Breisgau
1977–78  Studium der Ur- und Frühgeschichte an der Universität Freiburg
1978–84  Studium an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Stuttgart bei Rudolf Hoflehner und Jürgen Brodwolf
1979  Akademiepreis
1984  Stipendium der Kunststiftung Baden-Württemberg
1984–86  Atelier in Düsseldorf
1985   im Forum Junger Kunst
1986  Erste Einzelausstellung in der Kunsthalle Mannheim.
1987–88  Dozent an der Fachhochschule für Gestaltung Pforzheim
1988  Villa-Massimo-Stipendium
1990  Einzelausstellungen in der Kunsthalle Göppingen, Kunstverein Heidelberg und Kunsthalle Wilhelmshaven
Förderpreis der Stadt Stuttgart
1991–92  Gastprofessur an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Stuttgart
1996  Einzelausstellungen in der Galerie der Stadt Stuttgart und im Kunstverein Braunschweig
2000  Einzelausstellungen im Museum Folkwang in Essen und im Kunstverein Freiburg
2005  Einzelausstellungen in der Kunsthalle Karlsruhe, Sprengelmuseum Hannover und Villa Zamder in Bergisch-Gladbach
2007  Einzelausstellungen in der Pfalzgalerie Kaiserslautern und im Kunstmuseum Heidenheim
2008  Hofschneider-Preis für aktuelle Kunst der Kunststiftung Baden-Württemberg
2009  Aufnahme in die Stiftung für Konkrete Kunst und Design, Ingolstadt
2010  Einzelausstellung im Kunstmuseum Stuttgart
2011  Artist in residence, Sanskriti foundation, Neu-Dehli, Indien
2016  Gruppenausstellung »Der Künstler und Sein Ich. Das abstrahierte Selbstportrait In der Fotografie von 1960 bis 2000«  Staatsgalerie Stuttgart
lebt und arbeitet in Stuttgart

Museum Art.Plus
Museumsweg 1 /
Ecke Josefstraße
78166 Donaueschingen
Tel.: +49 771-89 66 89-0
info@museum-art-plus.com 
www.museum-art-plus.com

Werke von Camill Leberer bei der Galerie Schlichtenmaier







 

 
 

Büro auf Abwegen

 
Das Museum für Konkrete Kunst Ingolstadt widmet sich der Bürokunst bzw. dem Büro im Museum: Unter dem Titel »Out of Office« wird vom 2. April an nicht das gezeigt, was man gemeinhin als Kunst an die Bürowände hängt, sondern das, was Künstler mit dem Büro »als Ort, als Materialfundgrube und als Sujet« verbinden.
Unter den über 30 Teilnehmern der Ausstellung ist auch Camill Leberer, dessen raumdurchdringenden Bilder und Installationen den Besuchern der Galerie Schlichtenmaier bestens bekannt sind. Sein Vorlass liegt bereits im Museum für Konkrete Kunst Ingoldstadt. In der Ausstellung präsentiert sich der Künstler als Zeichner filigran-minimalistischer Lineaturen, die das Papier sensibel verorten: sozusagen als Bürophantasien im Geiste der Ablage.

Museum für Konkrete Kunst
Tränktorstr. 6-8
85049 Ingolstadt
www.mkk-ingolstadt.de
Dauer der Ausstellung: 2.4. – 10.9.2017
Eröffnung am Samstag 1.4. 2017 um 19:00Uhr

Bei der Gelegenheit dürfen wir schon darauf hinweisen, dass die Galerie Schlichtenmaier am Kleinen Schlossplatz in Stuttgart von Mai bis Juli eine Doppelausstellung mit Arbeiten von Camill Leberer und seinem einstigen Akademielehrer Jürgen Brodwolf zeigt.

Galerie Schlichtenmaier
Schloss Dätzingen/Grafenau und Stuttgart, Kleiner Schlossplatz 



 


Tina Haase
Zwischenmaß, 2010
Kunststoff und Alustangen
115 x 95 x 2 cm
Leihgabe der Künstlerin
Foto: Eberhard Weible
                      
Camill Leberer, ohne Titel, 1997/98, Graphit auf Transparentpapier zwischen zwei Glasscheiben
30 x 25 cm
Courtesy Camill Leberer
VG Bild-Kunst, Bonn 2017
 


Camill Leberer, ohne Titel, 1997/98, Graphit auf Transparentpapier zwischen zwei Glasscheiben
30 x 25 cm
Courtesy Camill Leberer
VG Bild-Kunst, Bonn 2017

Saskia Groneberg
Büropflanze, 2012
21 Pigment Prints auf Hahnemühle PhotoRag
je 50 x 70 cm
Leihgabe der Künstlerin
 
 

 
  

Luzia Simons in ARTE am 26. März 2017, 17.30 Uhr

 
Der Kulturkanal ARTE zeigt am Sonntag, 26. März, um 17.30 Uhr einen etwa einstündigen Film über »Die Paradiesgärten der Künstler«, in der Regie von Anne-Solen Douguet, Stephane Bergouhnioux. Von jeher hat der Garten die Künstler animiert, die Schönheit und die Vergänglichkeit angelegter Grünflächen, kunstvoller Blumenbeete oder Schlossparks festzuhalten. Eine der vorgestellten Künstlerinnen und Künstler ist auch die gebürtige Brasilianerin Luzia Simons, deren gescannten Tulpenbilder international zu sehen sind – sie hat u.a. auch die Wände des legendären Hotels Adlon in Berlin ausgestaltet. In der Stuttgarter Galerie Schlichtenmaier war sie 2016 in einer Einzelausstellung zu sehen – und ab 6. April nimmt sie an der Gruppenausstellung der Galerie mit dem Thema »Mythos Giverny« teil. Dort zeigt sie Gartenmotive in einer Bildserie mit brasilianischen Pflanzen. Dass sie auch ein zauberhaft leichtes zeichnerisches Werk geschaffen hat, welches sich vielfach mit der Gartenthematik befasst, ist vielen nicht bewusst.
Der Film in ARTE ist breit angelegt und zeigt neben dem Werk von Luzia Simons auch Arbeiten von Gregory Crewdson Koichi Kurita, Takashi Murakami, Giuseppe Penone, Pierre & Gilles u.a.m. Online kann man den Film von 26. März an bis zum 2. April nachholen, falls man ihn verpasst hat. Siehe auch unter: http://www.arte.tv/guide/de/071481-000-A/die-paradiesgarten-der-kunstler. Und ab 6. April lässt sich der Bogen bis in die Galerie Schlichtenmaier spannen – wenn die zeitgenössische Idee von Monets Garten am Stuttgarter Kleinen Schlossplatz Blüten trägt.
Wir gratulieren Luzia Simons, dass sie Eingang in den ARTE-Film gefunden hat, und freuen uns auf Ihren Besuch in unserer Galerie.

Galerie Schlichtenmaier
Schloss Dätzingen/Grafenau und Stuttgart, Kleiner Schlossplatz

 
 








Aus der Serie »Jardim «, 2014 Scannogramme auf Mitsumata Awagami Papier, 127 × 90 cm (mit Rahmen 142,5 × 104,4 cm) 
 
 

Gerlinde Beck | Abendführung und Filmvorführung

 
Seit 2. März läuft in der Galerie Schlichtenmaier, Stuttgart, die Ausstellung »Gerlinde Beck – Tanzende Skulptur«. Am kommenden Freitag, 17. März, um 18.30 Uhr lädt die Galerie zu einer Führung durch die Ausstellung ein. Im Anschluss daran besteht die Möglichkeit, außerhalb der regulären Öffnungszeit den Film »Raumchoreographien – Begegnungen mit dem Werk der Bildhauerin Gerlinde Beck« von Kerstin Ergenzinger zu sehen, der 2013 von der Gerlinde-Beck-Stiftung in Zusammenarbeit mit dem Ballettensemble des Staatsballetts Karlsruhe produziert wurde.
Die DVD zum Film ist in der Galerie für 12,00 Euro erhältlich.

Die Ausstellung selbst läuft noch bis zum 1. April 2017.

Wir freuen uns auf Ihren Besuch.

Das Team der Galerie
 

 

 
 

 

Save the Date


»Kunst ist schön, macht aber viel Arbeit.« (Karl Valentin)


Die Galerie Schlichtenmaier sichtet in regelmäßigen Abständen ihre umfangreichen Lager – das geht aber nicht im stillen Kämmerlein, sondern braucht Platz. Deshalb werden aktuell nicht alle Räume der Galerie in Schloss Dätzingen bespielt. Damit Sie Ihren Frühlingsausflug dorthin aber nicht umsonst machen, haben wir für Sie im vorderen Galeriebereich eine Ausstellung mit Arbeiten des international renommierten Bildhauers Erich Hauser (1930–2004) eingerichtet. Sein Werk wurde bereits in unserer Stuttgarter Galerie gezeigt. Aber lassen Sie sich von dem anderen Ambiente neu verführen: egal, ob Sie die Schau am Schlossplatz gesehen oder sie versäumt haben. Empfangen werden Sie bereits im Schlosshof mit einer über 2,60m hohen Freiplastik aus dem früheren Werk und im Eingangsflur von einer der späteren, kristallin in den Raum greifenden Großplastiken. Darüber hinaus steht seit wenigen Wochen auf dem Skulpturenradweg ›Sculptoura‹ von Waldenbuch nach Weil der Stadt eine 7m hohe Arbeit Erich Hausers – auf dem Weg zwischen Weil der Stadt und Schafhausen, von wo aus es ein Katzensprung nach Dätzingen ist. In der Galerie selbst zeigen wir einen Querschnitt durch das plastische, graphische und zeichnerische Werk des mehrfachen ›documenta‹- und Biennale-Teilnehmers (Kassel, 1964, 1968 und 1977; Sao Paulo, 1969) und Mitbegründers des legendären Forums Kunst in Rottweil.
Zugleich können wir darauf hinweisen, dass unsere nächste Eröffnung am Sonntag, dem 7. Mai 2017 stattfindet. In der Ausstellung präsentierten wir Arbeiten von Jakob Bräckle, Romane Holderried-Kaesdorf und Julius Kaesdorf. Wie gewohnt wird die Vernissage um 11.00 Uhr stattfinden. Eine Einladung wird zu gegebener Zeit versandt.
Wir freuen uns auf Ihren Besuch.

Das Team der Galerie Schlichtenmaier
 
 
 

 
 

 

art KARLSRUHE 2017 – die Galerie Schlichtenmaier startet ins Messejahr

 
Messegelände, Messeallee 1
Karlsruhe (Rheinstetten)
am Anfang von Halle 3, Stand G 05

Messetelefon: +49 172 964 93 17

Öffnungszeiten
16. – 18. Februar, 12 – 20 Uhr
19. Februar, 11 – 19 Uhr

Die Galerie Schlichtenmaier geht mit kleinen und großen Sensationen in die Karlsruher Messewoche. Zur Eröffnung konnte die Galerie mit Sitz in Stuttgart und Grafenau / Schloss Dätzingen durch allseitige Blickfänge - darunter der Träger des diesjährigen Hans-Thoma. Preisträgers Platino, Luzia Simons, Peter Sehringer u.a.m. - die Aufmerksamkeit auf sich ziehen. So konnten rasch gute Verkäufe erzielt werden: Arbeiten der Avantgarde der 1960er und 1970er Jahre wie Thomas Lenk, HAP Grieshaber oder Walter Stöhrer gingen weg wie auch Arbeiten von Zeitgenossen: Hans-Peter Reuter gleich mehrfach, Werner Pokorny, Eckart Hahn u.a.. Die vorläufige Krönung ist der Verkauf des sensationellen, farbsinfonischen Meisterwerk »Großes Fenster« von Heinz Mack. Nicht vergessen sollten die Werke am Stand sein, die bereits mit spürbarem Interesse umkreist werden - die Galerie bietet aus der Zeit der Klassischen Moderne nicht nur Arbeiten aus dem Kernprogramm an, man denke an die Hölzel-Schule mit Willi Baumeister oder Oskar Schlemmer, sondern auch singuläre Schätze der Kunstgeschichte, beispielsweise ein Gemälde von Alexej Jawlensky aus seiner Serie der »Großen Variationen«.

Die Galerie Schlichtenmaier präsentiert sich auf der Messe »Art Karlsruhe« von 16. bis 19.2.2017 mit Schwerpunkten, die sich von der Klassischen Moderne über die Avantgarde bis in die Gegenwart erstrecken. 

Zur ONLINE-Ausstellung

Ein größerer Komplex unserer Messepräsentation gilt der Stuttgarter Hölzel-Schule mit deren bedeutendsten Protagonisten Willi Baumeister und Oskar Schlemmer sowie auch ihrem Freundeskreis - namentlich Ida Kerkovius und Adolf Fleischmann. Dazu gehören aber auch persönliche Kontakte über den Kreis hinaus, man denke nur an Julius Bissier. Als besonderes Highlight zeigen wir ein Gemälde von Alexej Jawlensky aus seiner Serie der »Großen Variationen« von 1916.

Verschiedene Konstellationen führten in der Nachkriegskunst zu neuen stilprägenden Impulsen, die an unserem Karlsruher Messestand mit einer weiteren Gruppe herausragender Protagonisten präsentiert wird: Georg Karl Pfahler und Heinz Mack schufen stilprägende abstrakte Positionen, die mit der US-amerikanischen Hard-Edge- bzw. der europäischen ZERO-Bewegung im Zusammenhang stehen. Als einer der Neubegründer der figurativen Malerei ist Walter Stöhrer vertreten, dessen rauschhafte Gemälde zu den Höhepunkten ihrer Zeit gehören. Demgegenüber verhalf Lothar Quinte der Abstraktion zu neuem sinnlichen Ausdruck.

Einen weiteren Schwerpunkt bilden die innovativen Zeitgenossen. Der Besucher begegnet am Messestand abstrakten Künstlern der Galerie wie Christoph M. Gais, Camill Leberer oder Platino, dem 2017 der Hans-Thoma-Preis verliehen wird, und zugleich figurativen Positionen wie denen von Volker Blumkowski, Peter Sehringer oder Cordula Güdemann, die den Unterschied zwischen der Gegenständlichkeit und der Abstraktion aufhebt. Seit 2016 gehören auch die international agierenden Künstler Luzia Simons und Eckart Hahn zur Kerngruppe unserer Galerie, deren Wirkungskreis sie erweitern. Die meisten unserer zeitgenössischen Künstler werden am Eröffnungstag anwesend sein.

Von den Bildhauern seien die bereits klassischen Positionen von Hiromi Akiyama, Gerlinde Beck, Thomas Lenk und Hans Steinbrenner genannt, denen die zeitgenössischen Künstler Werner Pokorny, Robert Schad sowie Jürgen Brodwolf zur Seite stehen.

Künstler unseres Messestandes auf einen Blick:
Hiromi Akiyama; Horst Antes; Otto Baum; Willi Baumeister; Gerlinde Beck; Julius Bissier; Volker Blumkowski; Jürgen Brodwolf; Adolf Fleischmann; Christoph M. Gais; Winfred Gaul; Karl Otto Götz; HAP Grieshaber; Cordula Güdemann; Eckart Hahn; Almut Heise; Adolf Hölzel; Alexej Jawlensky; Ida Kerkovius; Camill Leberer; Thomas Lenk; Heinz Mack; Armin Martinmüller; Georg Karl Pfahler; Platino; Werner Pokorny; Lothar Quinte; Hans Peter Reuter; Robert Schad; Oskar Schlemmer; Emil Schumacher; Peter Sehringer; Luzia Simons; K.R.H. Sonderborg; Anton Stankowski; Hans Steinbrenner; Walter Stöhrer; Fred Thieler; Ben Willikens
                    


 

 
  

Feliz aniversário - happy birthday, Luzia

 
Zum Geburtstag am 29. Januar 2017 wünscht die Galerie Schichtenmaier der Künstlerin Luzia Simons alles Gute. 1953 im brasilianischen Quixadá, Ceará, geboren, führte sie ihr Weg über Paris und Stuttgart nach Berlin, wo Luzia Simons heute lebt. Mit ihren gescannten Blumenmotiven gilt sie als Pionierin einer neuen, über die Fotografie hinausgehendenTechnik, mit der sie sich nicht nur bildnerisch, sondern auch historisch und philosophisch mit dem Thema des Kulturaustauschs beschäftigt. Seit 2016 gehört Luzia Simons, die international ausstellt, zum Programm der Galerie Schlichtenmaier.
Die abgebildete Arbeit »Stockage 160« wird von 16. bis 19. Februar auf unserem Messestand auf der Art Karlsruhe zu sehen sein. Die nächste Galerie-Ausstellung, bei der Luzia Simons mit brasilianischen Gartenmotiven vertreten ist, wird eine Gruppenschau zum Thema »Giverny« sein, die am 6. April eröffnet wird.
 
 

Luzis Simons: »Stockage 160 

 
  
 

Kabinettstücke der Gegenwartskunst

 
Noch bis zum 14. Januar zeigt die Galerie Schlichtenmaier am Kleinen Schlossplatz in Stuttgart Arbeiten zeitgenössischer Kunst aus dem Galerieprogramm. Zu sehen sind Arbeiten von Volker Blumkowski, Almut Heise, Peter Sehringer, Elisabeth Wagner und Ben Willikens. Sie stehen in einem lockeren Zusammenhang mit der Hauptausstellung »Eckart Hahn – Schere, Stein, Papier«, die bereits einen grandiosen Zuspruch erfahren hat. Die begleitende Schau vereint figurative bzw. gegenständliche Positionen, die sich auf unterschiedliche Weise mit der Wahrnehmung differenter Wirklichkeiten befasst. Subjektive Sichtweisen sind genauso im Blick wie kunsthistorische Zitate, die Dingwelt hinter den Dingen wird genauso hinterfragt wie die malerische Oberfläche.

Die Eckart Hahn-Ausstellung ist online auch über das Ausstellungsende hinaus abrufbar.
 

 
 


 

 
 

Harry Schlichtenmaier ist tot.

  Der Tod ist groß.
Wir sind die Seinen
lachenden Munds.
Wenn wir uns
mitten im Leben meinen,
wagt er zu weinen
mitten in uns.

(Rainer Maria Rilke, Schlussstück,
aus: Das Buch der Bilder, 1902/06)


 
Der Galerist und Kunsthistoriker Dr. Harry Schlichtenmaier ist am 14. Dezember 2016 völlig unerwartet im Alter von 69 Jahren gestorben. Bis zuletzt ging er wie selbstverständlich seiner Arbeit nach und bereitete aktiv die nächste Ausstellung mit Arbeiten von Erich Hauser vor, die ihm so wichtig war wie vieles, was er noch vorhatte. Er schonte sich dabei nicht, auch wenn er wusste, wie viel er sich abverlangte. Er war voller Pläne, nach deren Erfüllung er gedachte kürzerzutreten, und er war voller Visionen, die er mit festem Blick nach vorn vertrat, auch über seine denkbare Zeit in der Galerie hinaus. Gerne hätte er seinen 70. Geburtstag im Sommer 2017 mit einer persönlichen Ausstellung gekrönt.

All dies kann das Galerieteam als Vermächtnis mitnehmen. Leider kann er seine privaten Vorhaben nicht weitergeben, für die er noch viele Jahre benötigt hätte. Unsere Gedanken sind deshalb bei seiner Familie, die ihm unendlich wichtig war: insbesondere bei seiner Frau Hilla, die ihm immer einen großen Halt gab, bei der ganzen Familie, die er stets und mit Stolz in seine Gedankenwelt mit einbezog.

Die Lebensleistung eines Familienmenschen zu bewerten, der als Galerist 37 Jahre lang rastlos tätig war und unzähligen älteren und jüngeren Zeitgenossen verlässlicher Freund und Ratgeber, leidenschaftlicher Kunstexperte, -vermittler und -förderer, aber auch aufmerksamer Zuhörer war, ist kaum möglich. Schmerzlich wird bewusst, dass eine Persönlichkeit wie er nicht ersetzbar ist. Betroffen müssen die Hinterbliebenen, Brüder, Kollegen und Kolleginnen seinen Verlust hinnehmen. Sein Ethos jedoch, das er mit ihnen teilte, bleibt bestehen, auch wenn die Trauer unermesslich ist.


Schloss Dätzingen/Grafenau und Stuttgart, 15. Dezember 2016

Dr. Bert Schlichtenmaier
Dr. Kuno Schlichtenmaier

Dr. Günter Baumann
Edith Graf
Kay Kromeier M.A.
Christiane Luz-Simon M.A.
 

 
 

 

 
 

Platino erhält den Hans-Thoma-Preis 2017

 
Die Galerie Schlichtenmaier gratuliert dem Stuttgarter Künstler Platino zum Hans-Thoma-Preis 2017. Eine hochkarätige Jury hat ihm den mit 10.000 Euro dotierten Preis mit der Begründung zuerkannt, dass seine Ausstellungen »die jeweils gegebene Situation durch farbliche und architektonische Setzungen auf radikale Weise befragen und verändern, zugleich mit und gegen diese Situation arbeiten«. Mit diesem Preis werde, so erklärte Kunststaatssekretärin Petra Olschowski, »ein künstlerisches Werk ausgezeichnet, das die Möglichkeiten von Malerei, Fotografie und Rauminstallation in einem künstlerischen Prozess seit den 1970er Jahren konsequent neu verortet«. Der Künstlerphilosoph Platino wurde bekannt durch seine ›Spaces‹, kontextbezogene Arbeiten in und an Räumen, die ›Externs‹, welche die Spaces in gültigen Fotografien dokumentieren, sowie seine installativen Ausstellungen, die seine Bildsprache in einen eigenen ästhetischen Kosmos verwandeln. Hervorzuheben sind neben den Einzelausstellungen »Nahdistanzen« in der Staatsgalerie Stuttgart 2003 und »Flechtwerke und Fliehkräfte« im Württembergischen Kunstverein Stuttgart 2013 auch die Präsentation des Werks in der Galerie Schlichtenmaier, Stuttgart, im Jahr 2007 und Platinos Beteiligung in der Ausstellung »Komplexe Verhältnisse – Neun zeitgenössische Künstler der Galerie« in Schloss Dätzingen im Jahr 2015/16. Anlässlich der Preisverleihung am 13. August 2017 in Bernau (Schwarzwald) zeigt die Galerie Schlichtenmaier im kommenden Herbst, ab 14. September eine aktuelle Werkschau in der Stuttgarter Galerie am Kleinen Schlossplatz.

Platino
1948  geboren in Öhringen
1967–69  Studium der Philosophie an der Universität Tübingen
1970–76  Studium der Malerei und Bildhauerei an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Stuttgart
1977–79  LIVING ON RED und Performances
1979–86  lebt und arbeitet in Stuttgart in/an RED SPACE 1
1982  erste EXTERNs (Fotoarbeiten)
1986  Stipendium der Kunststiftung Baden-Württemberg
1986–2003  lebt und arbeitet in Stuttgart in/an RED SPACE 2
seit 1994  Beginn der Farbinterventionen und Wandmalereien
2000–01  Ausstellung »Nahdistanzen« in der Staatsgalerie Stuttgart
seit 2003  lebt und arbeitet in Stuttgart in/an SPACE 3
2013  Ausstellung »Flechtwerke und Fliehkräfte« im Württembergischen Kunstverein Stuttgart 
 
 
 

 
 

               

        

Goodbye Wild West
Zur Finissage der Peter-Sehringer-Schau im Werkstatthaus 

 
Mit seinem Werkzyklus »single action« hat Peter Sehringer Momentaufnahmen aus dem Großen Kino auf die Leinwand gebracht: Ausgehend von fiktiven Filmstills aus dem Wild-West-Genres, entwirft der Maler eine so sensationelle wie selbstreflexive Welt des ›Lonesome Cowboy‹. Die Vorbilder sind unverkennbar den Streifen von Quentin Tarantino, Arthur Penn u. a. entnommen, doch Peter Sehringer hat deren Siedler- und Indianer-Helden in seinen singulären Malstil überführt. Zugleich hinterfragt er die zwischen Mythos und Klischee changierenden Motive, um sie für unsere Zeit in Stimmung zu bringen. Am Samstag, 19.11.2016, endet die Ausstellung im Werkstatthaus. Am Freitag Abend spielt Thomas Putze Songs zum Thema.

In unserer Online Ausstellung »P. M. Sehringer: Wild Wild West« bleiben die Werke auf unserer Homepage 
zu sehen.



Werkstatthaus
Gerokstraße 7

70188 Stuttgart

Tel. 0711 / 24 18 49

Fax 0711 / 236 60 10

Öffnungszeiten Café & Galerie
Dienstag – Freitag: 16:00 – 23:00 Uhr

Samstag: 15:00 – 19:00 Uhr 


 
 

 
 

Florale Welten auch in Ulm – Luzia Simons zeigt Arbeiten in der Ulmer Schmuck-Manufaktur Ehinger-Schwarz

 
Von Donnerstag, 10. November 2016, bis Ende Januar 2017, zeigt der exklusive Schmuckhändler Ehinger-Schwarz in Kooperation mit der Galerie Schlichtenmaier Arbeiten von Luzia Simons auf dem Münsterplatz von Ulm. Wenn künstlerisches Tun auf Natur trifft, entstehen Kunstwerke von großem Zauber und hohem, auch ideellem Wert. Luzia Simons inszeniert Blumen auf einem Scanner und transferiert die zeilenweise abgetasteten Daten ins Rechnersystem, was sich in der Komposition und im monumentalen Endformat als hochkomplexer Prozess erweist. Ihre Arbeiten bringen aufgrund der speziellen Scan-Technik eine ganz eigene Tiefenschärfe hervor, die weder den Gewohnheiten des menschlichen Auges noch den Gesetzen des fotografischen Auges entspricht. Darüber hinaus verweist die digitale Umsetzung des Motivs indirekt auf Transfer-Ideen, die Luzia Simons konkret mit ihren Blumenmotiven, insbesondere der Tulpe, verbindet: Diese symbolbeladene Blume kam über den Orient nach Westeuropa, wo sie zur typisch niederländischen Pflanze avancierte, die nicht nur Prestigeobjekt, sondern im 17. Jahrhundert auch Anlass für den ersten Börsencrash der Menschheitsgeschichte wurde. Dass Luzia Simons sich am holländischen Goldenen Zeitalter mit seinem Bewusstsein für die Schönheit und die Vergänglichkeit der Dinge orientiert, ist offenkundig. Nur spielt in ihrem Werk auch mit hinein, dass sie selbst ›Objekt‹ des Kulturtransfers ist: geboren in Brasilien, kam sie zum Studieren nach Paris und zog danach nach Stuttgart und schließlich nach Berlin, wo sie heute lebt und arbeitet.

München leuchtet – Die Galerie Schlichtenmaier brilliert mit Meisterwerken auf der Messe HIGHLIGHTS vom 26. bis 30. Oktober 2016

 
Residenz München, Eingang Hofgarten
Residenzstraße 1, 80333 München

Stand Nr. A 9
Messetelefon 0151 42 61 80 61

26. – 30. Oktober 2016, 11.00 – 19.00 Uhr
Langer Abend, 27. November 2016  11.00 – 22.00 Uhr

Einladung als PDF
Unsere ONLINE-Ausstellung zur Messeauswahl

Die Galerie Schlichtenmaier präsentiert sich auf der Messe »HIGHLIGHTS Internationale Kunstmesse München« von 25. bis 30.10.2016, Stand A 9, mit gleich mehreren Schwerpunkten.
Ein größerer Komplex unserer Messepräsentation gilt Willi Baumeister und Oskar Schlemmer sowie auch ihrem Freundeskreis, die wesentliche Beiträge für die Moderne im deutschsprachigen Raum leisteten. Dieser fand über den Hölzel-Kreis (mit Adolf Fleischmann), über persönliche Kontakte (mit Julius Bissier) und über das Bauhaus (mit Paul Klee) zusammen. Als eigenständige Gestalt im Prozess der europäischen Moderne ist Pablo Picasso zu nennen, von dem wir zwei Grafiken aus der berühmten »Suite Vollard« zeigen.
Verschiedene Konstellationen führten in der Nachkriegskunst zu neuen stilbildenden Impulsen, die an unserem Münchner Messestand mit einer weiteren Gruppe herausragender Protagonisten präsentiert wird: mit Karl Otto Götz, dem letzten noch lebenden Großmeister des Informel, mit Peter Brüning, einem der vielseitigsten Maler der künstlerischen Bewegungen seiner Zeit, sowie Gerhard Hoehme, der zudem die Grenzen der Leinwand sprengte. Darüber hinaus ist Markus Prachensky zu erwähnen, der schon einer jüngeren, die informelle Bildsprache überwindenden Generation angehört.
Eine Sonderstellung bei unserem Messeauftritt nimmt Fred Thieler ein, dessen Beziehungen zu München in ausgewählten Arbeiten sichtbar werden – mit einem frühen Bild von 1958 aus der Galerie Stangl, einem Gemälde im Umfeld der Deckengestaltung im Münchner Residenztheater sowie einer Arbeit, die sogar im Titel »H. d. K.« signalisiert, dass es 1971 im Haus der Kunst gezeigt wurde.
Mit drei Einzelpositionen verweist die Galerie auf weitere Meilensteine der Kunstgeschichte in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts, welche die neuen Positionen der konkreten Kunst prägen: Rupprecht Geiger mit einer 1967 datierten Huldigung der Farbe Rot, eine seiner größten musealen Arbeiten dieser Zeit, die er je geschaffen hat, Erich Hauser, mit einer seltenen frühen plastischen Arbeit in Stahl um 1960 sowie Thomas Lenk mit einer seiner Schichtungen, die ihn mit seiner konkreten bildnerischen Konzeption um 1970 bereits berühmt machten.
   

 

 
  

Neue Arbeiten von Peter Sehringer

 

Kindheitserinnerungen, Jungensträume, lonesome cowboy … Peter Sehringer hat sich in den Mythos des Western begeben: offenen Auges, ungeschützt, leibhaftig. Unmittelbar wie sein Werk auf den Betrachter wirkt, so intensiv lässt sich der Maler auf seine Sujets ein. In seiner aktuellen Serie sind es die postmodernen Abbilder eines Genres, das als Gründungsmythos der USA, später des freien Westens, dann der Freiheit schlechthin vorwiegend im Film Furore machte. Diese Gattung zitiert Peter Sehringer mit einer atemberaubenden Empathie – nicht dass er einer Fiktion der Wildwestromantik huldigt, nein: er versetzt sich in deren Bildwelt. Er vereinnahmt sie in seinem charakteristischen Malstil, der scheinbar distanziert Situationen in schablonenhafter Allgemeingültigkeit zeigt – Silhouetten von Reitern und bewaffneten Menschen, anonymisierte Gruppen von Cowboys und von Indianern, verlassene Städte, wüste Präriegegenden. Zugleich ergreifen diese Bilder Besitz von ihm – und von uns – , eben weil sie der Erinnerung bereits vertraut sind, als seien wir einst dabei gewesen. Der Wilde Westens ist einer der wenigen Mythen der Neuzeit, deren Erfindung uns lehrt, wie die Sagen von jeher entstanden sein müssen. Geschaffen von einzelnen, verallgemeinert für viele, als Allgemeingut akzeptiert, zum weltschöpfenden Kulturgut erhoben und schließlich in gängigen Bildern und kolportierten Geschichten zum wahren Geschehen (v)erklärt. Der postmoderne Mensch lässt sich spielerisch darauf ein, schafft es aber auch, Teil dieses Geschehens zu werden. So schlüpft denn auch der Maler Peter Sehringer in die Rolle seiner Jugendhelden, reitet im Pulk seiner fiktiven Kameraden durch die Prärie, belauert, vielleicht auch beschützt von den Donnervögeln, das sind Indianer, die aus dem Nichts aufzutauchen scheinen und dorthin auch wieder verschwinden. Oder er versetzt sich in jenen Protagonisten, der mit lässigem, auch nervösem Finger am Abzug seines Revolvers menschenverlassene Städte in Beschlag nimmt. Die neuen Bilder Sehringers stellen einen Höhepunkt im Schaffen des Malers dar. In Zeiten tiefster Verunsicherung und der Sehnsucht nach Vertrautem, in Zeiten des World Wide Web, das grenzenlosen, das heißt auch über den einzelnen Verstand hinausgehenden Zugriff auf das Wissen der Welt zulässt, erschafft Peter Sehringer den Mythos eines »wilden«, das heißt auch urwüchsigen, rauen »Wilden Westen« neu, in dem der Einzelne in einer Allgemeinheit aufgehen und doch seine Individualität bewahren kann, in dem der Künstler und der Betrachter eins werden können. 

Online Ausstellung → P. M. Sehringer »Wild Wild West«
 
 

 
  

Stuttgart schlägt ART ALARM


Die Galerie Schlichtenmaier beteiligt sich am Samstag, 24.9., und am Sonntag, 25.9., beim 17. Galerienrundgang in Stuttgart – der Neuauflage des ART ALARM, während dem 22 Galerien die Trommel rühren: Die Kunst sammelt sich zum Start in die Herbstsaison. Am Kleinen Schlossplatz präsentiert der Holz- und Stahlbildhauer Werner Pokorny sein Werk unter dem Motto »Die Ambivalenz der Dinge«. Im Zentrum seines Schaffens steht die Chiffre des Hauses an erster Stelle – so konzentriert sich die Schau auf die extrem reduzierte, aber unendlich vielfältige wie vielschichtige Form des Hauses – man könnte auch sagen: des Seins. Denn zweifellos hat diese Darstellung stets mit dem Menschen und seinem Verhältnis zur Welt zu tun. Es lohnt sich also, den Rundgang im Herzen Stuttgarts zu beginnen oder dort, am Kleinen Schlossplatz, Station zu machen.
Der ART ALARM ist eine Initiative Stuttgarter Galerien zeitgenössischer Kunst, die gemeinsam eine Plattform geschaffen haben, um allen Freunden der Kunst – ob aus der Nähe oder aus der Ferne – einen Einblick in ihre Arbeit zu geben. Für Werner Pokorny, ehemaliger Professor an der Akademie der Bildenden Künste Stuttgart und Vorsitzender des Künstlerbundes, ist es bereits die vierte Einzelausstellung in der Galerie Schlichtenmaier, Zeichen für die große Wertschätzung innerhalb des Programms. Den Besucher erwartet das Werk eines der wichtigsten Bildhauer im deutschen Südwesten. Wer sich über das gesamte Programm der Galerie Schlichtenmaier informieren möchte, kann gern auf deren Team zugehen – wir freuen uns auf Sie. 
 
GALERIENRUNDGANG
STUTTGART

SA 24.09.2016 11 – 20 Uhr
SO 25.09.2016 11 – 18 Uhr
 

 
  
 

Aktuelle Meldung

 
Es leben und arbeiten geschätzt 6.000 Künstlerinnen und Künstler in Berlin. Die Kunstzeitschrift »art – Das Kunstmagazin« hat sich in ihrer September -Ausgabe diesem »Freiraum« in Berlin gewidmet und acht davon im Umfeld ihrer Ateliers vorgestellt, darunter auch Luzia Simons, die schon auf der Aufmacherseite mit Bild und Text ein besonderes Augenmerk erhält, stellvertretend für die Kolleginnen und Kollegen. Der Fotograf und die Redakteurin waren sehr angetan, der Künstlerin bei der Arbeit über die Schulter sehen zu können – das sieht man nicht alle Tage, wie auf dem Scanner die Blumen-Arrangements entstehen, die Grundlage ihrer monumentalen Stillleben sind. Zur Zeit sind Arbeiten von Luzia Simons in den Archives Nationales in Paris und in den Museen Dahlem in Berlin zu sehen. Die Einzelausstellung in der Galerie Schlichtenmaier in Stuttgart ging am 10. September 2016 zu Ende. Ein Blick auf die Künstlerseite der Homepage bietet jedoch weiterhin den Zugang zu ihren Arbeiten.

Kurzbiografie
1953  geboren 1953 in Quixadá, Ceará / Brasilien
1978  Universitätsabschluss in Geschichte, Paris VIII, Vincennes
1984–86  Studium der Bildenden Kunst, Paris I, Sorbonne
lebt und arbeitet seit 1986 in Stuttgart in Berlin

  
 
 
 

 
  

Brasilianische Kunst in Deutschland zur Zeit der XXXI. Olympiade

 
Anlässlich der Olympischen Spiele 2016 in Rio de Janeiro, die von 5. bis 21. August 2016 stattfinden, weist die Galerie Schlichtenmaier darauf hin, dass bis zum 10. September die Ausstellung »Luzia Simons – Florale Welten«, geheimnisvolle Gärten« in der Galerie am Kleinen Schlossplatz zu sehen ist. Die brasilianische Künstlerin lebt seit vielen Jahren in Deutschland und beschäftigt sich mit dem Thema des kulturellen Austauschs: historisch über das Blumenmotiv – wie etwa mittels der Tulpe, oder der Chrysantheme, die über die Türke bzw. Ostasien nach Europa kamen –, über die Biografie – die Brasilianerin lebte 1978 und 1984–86 in Paris, zog danach nach Stuttgart und 2008 nach Berlin –, sowie über die künstlerische Technik – mittels Scanner und Digitalisierung übersetzt sie die Ideen der klassischen Stilllebenmalerei in die neuen Medien.
 
Steht diese Ausstellung im Zeichen von Europa und seiner Geschichte, so entstand im Vorfeld auch eine Serie, die sich mit dem Rücktransfer gefasst: Die Reihe »Jardim« entstand nach langen Studienreisen in der südamerikanischen Heimat von Luzia Simon 2012 und 2014 – als Referenz an Brasilien. Wie schon in der grünen »Chrysanthemum«-Serie, die in Stuttgart zu sehen ist, verwendete die Künstlerin auch hier das japanisches Mitsumata-Papier, das die ganze Fülle an Grüntönen am besten im Pigmentdruck übertragen kann. Die satten Farben spiegeln die Schönheit der brasilianischen Natur wieder, bilden aber auch fiktive Sehnsuchtsräume ab. Die »Garten«-Bilder sind nicht nur Begegnungen mit der Kindheit, sondern spielen mit dem Reiz des Fremden oder scheinbar Vertrauten. Bewusst sammelte Luzia Simons die Pflanzen nicht im Urwald, sondern im kultivierten Landschaftsraum, der im wahrsten Sinne des Wortes auch verpflanzt worden war.
 
Aus dieser brasilianischen Reihe bilden wir eine »Jardim«-Arbeiten ab.. Zur Zeit sind sie in Schloss Chaumont, Frankreich, zu sehen. Bei Interesse wenden Sie sich bitte an schloss@galerie-schlichtenmaier.de.
 

Sommerpause in Schloss Dätzingen


Liebe Freunde der Galerie,

in unserer Galerie im Schloss Dätzingen treffen Sie uns im August nur nach telefonischer Absprache unter 07033 - 413 94 oder per E-Mail an schloss@galerie-schlichtenmaier.de. Der Standort am Kleinen Schlossplatz in Stuttgart ist zu den gewohnten Zeiten Di – Fr 11 – 19 Uhr sowie Sa 11 – 17 Uhr und nach Vereinbarung geöffnet.


»art – Das Kunstmagazin« zu Besuch bei Luzia Simons

 
 

Video von den Ausstellungsvorbereitungen (Youtube)
 
Die Redaktion des »art«-Magazins hat Luzia Simons in ihren Fokus genommen: In der Online-Ausgabe berichtet sie über die Ausstellung »Stockage – Vanitas rerum«, die sie im Innenhof der Archives Nationales mit monumentalen Scannogrammen eingerichtet hat (http://www.art-magazin.de/). Die frei zugängliche Schau dauert bis zum 18. September 2016. Zwei Arbeiten aus dieser Bildserie sind in mannshohem Format auch in der Ausstellung ihres Werks in der Stuttgarter Galerie Schlichtenmaier zu sehen, die am 21. Juli 2016 eröffnet wird. In der Vorbereitungszeit dazu war auch die »art«-Redaktion zu Besuch im Berliner Atelier von Luzia Simons: für das Berlin-Special im September werden Künstler der Hauptstadt vorgestellt. Über zwei Stunden lang schauten die »art«-Journalisten Luzia Simons über die Schulter – zu sehen gab es als eine Art Preview Bilder, die tags darauf ihren Weg nach Stuttgart nahmen.

Zur aktuellen Ausstellung Luzia Simons / Florale Welten – geheimnisvolle Gärten 

Neues aus den Ateliers: Camill Leberer präsentiert

hier seine neueste Installation


Das inhaltlich, formal und materiell vielschichtige Schaffen von Camill Leberer, das man allzu rasch als raumplastische Malerei auffassen könnte, liest er selbst als dreidimensional: Gattungsgrenzen kennt er nicht, sieht sich aber durchaus als Bildhauer. Immer wieder verlässt er deshalb die Wand als Bezugsrahmen und erschafft luzide Denkräume, Gehäuse, die der Betrachter teils selbst, teils in Gedanken betreten kann. Seine jüngste Arbeit heißt
 
»durchleuchten«, Glas, Farbe, Holz, Neon, Seil, 230 × 160 × 201 cm, 2016.
 
Zwischen Konstruktivismus und arte povera hat der Künstler eine glasklare Bildsprache und ein komplexes Ordnungssystem entwickelt, die nicht im Widerspruch zueinander stehen, im Gegenteil: Es gelingt Camill Leberer, in bestechender Weise konkret zu werden und zugleich eine geistige Freiheit zu erhalten, welche uns eine künstliche und doch naturnah-reale Welt vorstellt. Der Postminimalismus im Werk fasziniert durch ein Spiel mit der Transparenz und der Undurchdringlichkeit des menschlichen Geistes: Camill Leberer lotet aus, »durchleuchtet«. Er macht das Denken sichtbar – wie kein anderer.
Außerdem gibt es Fotografien von Camill Leberer von bis zum 04. September 2016 in der Gruppenausstellung
»Der Künstler und Sein Ich. Das abstrahierte Selbstportrait In Der Fotografie Von 1960 bis 2000« in der 
Staatsgalerie Stuttgart zu sehen. 

Zu Camill Leberers Bereich auf auf unseren Künstlerseiten

Grafikpreis der Stadt Bietigheim-Bissingen für Volker Lehnert

Preisverleihung am 15. Juli um 19.00 Uhr


Der Grafikpreis der Stadt Bietigheim-Bissingen geht im Jahr 2016 an den Wittener Maler, Grafiker und Zeichner Volker Lehnert (geb. 1956 in Saarbrücken), der als Professor an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Stuttgart lehrt. Im Rahmen der Ausstellung »Linolschnitt heute X«, die von 16. Juli bis 3. Oktober 2016 in der Städtischen Galerie Bietigheim-Bissingen dauert, findet die Preisverleihung am 15. Juli um 19.00 Uhr statt.
 
Die Galerie Schlichtenmaier, die im Sommer 2014 eine Einzelausstellung sowie über den Jahreswechsel 2015/16 eine Gruppenausstellung mit Arbeiten des Künstlers zeigte, freut sich über den Preis, der einen Meister nicht nur der zeichnerischen Figuration, sondern auch einen der vielseitigsten Grafiker ehrt, der den Hoch- und Tiefdruck genauso gut beherrscht wie die Lithografie. Für den renommierten Preis haben sich über 550 Künstlerinnen und Künstler beworben – die Auszeichnung fällt dadurch umso mehr ins Gewicht.
 
Volker Lehnerts Werk, das die Galerie seit 2014 vertritt, zeichnet sich aus durch eine geheimnisvoll-irritierende Welt-Sicht zwischen Wildwestromantik und Architekturlandschaft, mit Elementen aus der Comic- und Medienbranche. Wer sich in diese scheinbar vertraute Welt begibt, stellt bald fest, dass sie längst aus den Fugen geraten ist, kann sich aber der Faszination für sie nicht entziehen.

Zu Volker Lehnerts Bereich auf auf unseren Künstlerseiten






Schloss Dätzingen / 71120 Grafenau
T + 49 (0) 70 33 / 4 13 94
F + 49 (0) 70 33 / 4 49 23
schloss@galerie-schlichtenmaier.de
 
Öffnungszeiten
Di – Fr 11 – 18.30 Uhr
Sa 11 – 16 Uhr
und nach Vereinbarung
im August geschlossen
Kleiner Schlossplatz 11 / 70173 Stuttgart
T + 49 (0) 711 / 120 41 51
F + 49 (0) 711 / 120 42 80
stuttgart@galerie-schlichtenmaier.de
 
Öffnungszeiten
Di – Fr 11 – 19 Uhr
Sa 11 – 17 Uhr
und nach Vereinbarung

 
Galerie Schlichtenmaier
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